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Schildsprache: Information und Orientierung für kleine und große Gäste

07.01.2021

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Orientierung für Klein und Groß Ob bei der Wegführung in Freizeitparks, bei der Beschilderung in Orten oder in Hotels – im Tourismus gibt es viele Möglichkeiten, den Gästen die Orientierung zu erleichtern. Je besser die Beschilderung geplant und je klarer sie umgesetzt ist, desto weniger Fragen stellen die Gäste und umso einfacher finden sie sich zurecht. Schilder ersparen den Besucher*innen Frustration und Autonomie ist ein gutes Gefühl für Groß und Klein. Die Beschilderung ist Teil des Erscheinungsbildes und der Kommunikation eines Unternehmens und somit auch Teil der Marke. In ihr sollten sich die Farben und das Schriftbild, das Logo oder das Maskottchen sowie der gesamte Stil des Unternehmens widerspiegeln. Für viele Bereiche der Beschilderung gibt es Standardausführungen. Besonders und oft sympathischer wirken individuelle Lösungen – dabei sind der Phantasie kaum Grenzen gesetzt, solange die Botschaft im Vordergrund steht.

Bilder sagen mehr als 1.000 Worte – wer kennt diese Aussage nicht? 
Gerade beim Thema Leitsysteme und Beschilderung zeigt sich die Sinnhaftigkeit in diesem geflügelten Wort. Wir Menschen können Visuelles besser verarbeiten als Text, bei Kindern kommt hinzu, dass sie die Sprache noch nicht allumfänglich beherrschen. Auch internationalen Gästen kommt Eindeutigkeit entgegen. Piktogramme werden daher überall verwendet – ob für Toiletten, Fluchtwege, Verkehrsschilder oder Verbote.
Wissenschaftlich belegt ist, dass wir Bilder schneller erfassen können und die damit verbundenen Inhalte auch länger behalten. Informationen von Bildern werden nacheinander verarbeitet: Erst erreichen Farben und Formen die Menschen, dann die Bildelemente. Diese werden mit bereits bekannten Bildern abgeglichen und zugeordnet. Bilder schaffen Interesse, Neugier und Sympathie und erreichen dadurch, dass das Auge „hängen bleibt“. Wir beschäftigen uns dementsprechend länger mit den Inhalten und nehmen schließlich auch den dazu gehörigen Text wahr. (Quelle: A. Florack, M. Scarabis, E. Primosch (2012): Psychologie der Markenführung. München: Vahlen. S. 325.)

Beschilderung als Kunst
Ein Orientierungssystem hat nicht nur praktische Vorteile, es kann ebenso eine künstlerische Bereicherung sein: Ob illustrierte Karten, besonders gestaltete Wegweiser oder wiederkehrende ortstypische Symbole. Für all diejenigen, die ein Kinderprogramm anbieten, können Schilder, die vor allem Kinder ansprechen sollen (z. B. die Beschilderung von Kinderräumen), auch im Rahmen einer Kunstaktion zusammen mit einer Kindergruppe entworfen und gestaltet werden.

Schilder – einige konkrete Gestaltungstipps

  • Schilder sollten im Blickfeld der Menschen platziert sein, die sie ansprechen sollen, also auf Augenhöhe von Kindern und/oder Eltern. Fahnenschilder (Schilder, die in den Raum hineinragen) erhalten mehr Aufmerksamkeit als Schilder an der Wand, Bodenaufkleber oder -wegweiser sind gleichermaßen für kleine und große Gäste präsent.
  • Die Bedeutung der gewählten Motive muss sehr klar sein ebenso wie die Adressatengruppe, um eine Fehl-Interpretation zu vermeiden und möglichst ein unmittelbares Verstehen bei den Betrachter*innen zu gewährleisten.
  • Eine Farbcodierung hilft beim schnellen Erfassen z. B. von verschiedenen Stockwerken oder Strandzugängen: Blau eignet sich besonders gut als Hintergrundfarbe, wenn Sie etwas anbieten wollen. Rot ist die Farbe der Warnung, mit ihr können Sie auf Gefahren aufmerksam machen und andere sehr wichtige Informationen vermitteln. Grün ist die Farbe von Sicherheitsschildern wie Hinweise auf Notausgänge, Sammelplätze und Erste-Hilfe-Stationen, daher sollten Sie diese Farbe nur dafür einsetzen.
  • Die Beschriftung von Schildern sollte kurz und knapp und damit schnell erfassbar sein. Scheuen Sie sich nicht die Botschaft in Text und Bild doppelt auszudrücken – gerade das erleichtert das Verständnis und sorgt für ein schnelles Erfassen!

Mit diesen Tipps und Ihrer Kreativität erleichtern Sie Ihren Gästen die Orientierung!


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