Urlaubsreisetrends 2026 | Daten aus der Reiseanalyse zur CMT 2026
28.01.2026
0
3 min
Für die CMT 2026 hat die Forschungsgemeinschaft Urlaub und Reisen e. V. (FUR) eine erste vorläufige Bilanz des Tourismus in 2025 erstellt und die touristischen Trends des neuen Jahres ermittelt.
2025: Stabile Nachfrage auf hohem Niveau
Der internationale Tourismus wuchs im Jahr 2025 weiter. Weltweit wird die Zahl der Ankünfte von internationalen Gästen voraussichtlich bei ca. 1.536 Millionen (Quelle: UNWTO, Schätzung FUR) liegen, nach 1.468 Millionen in 2024. Damit liegt das Volumen des internationalen Tourismus über dem Niveau von 2019.
In Deutschland stieg in den ersten zehn Monaten des Jahres 2025 die Zahl der Gästeübernachtungen im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum kaum auf 433,5 Mio. (+0,1%) (Quelle: Statistisches Bundesamt, 2025). Für das ganze Jahr 2025 kann man mit ca. 496 Millionen Übernachtungen in Deutschland rechnen. 2024 und 2019 waren es ebenfalls 496 Millionen gewesen.
Die Urlaubsreisen der Deutschen 2025
Für den Bereich der Urlaubsreisen (min. fünf Tage Dauer) der in Deutschland lebenden Bevölkerung erwartet die FUR nach den vorläufigen Daten auf der Basis der RA online vom Jahresende für 2025 ein stabiles Niveau der Nachfrage mit einem Volumen von ca. 69 Millionen Urlaubsreisen (68,3 Mio. im Vorjahr 2024).
Die Zahl der Kurzurlaubsreisen (Dauer zwei bis vier Tage) liegt bei etwa 98 Millionen (+ 1,0 Prozent ggü. Vorjahr). (Quelle: Trendabschätzungen auf der Basis der RA 26, Erhebung RA online 11/2025). Reisebüros, Reiseveranstalter, Airlines und Kreuzfahrtreedereien berichten für das Jahr 2025 wachsende Umsätze bei etwa identischen Gästezahlen. Die Zahl der Flugreisen ins Ausland ist gestiegen, liegt aber immer noch unter dem Niveau von 2019.
Die Startbedingungen für 2026: Viele planen schon ihre Reisen
Die Indikatoren für die touristische Nachfrage im Jahr 2026 spiegeln zunächst die als angespannt wahrgenommene wirtschaftliche Situation wider. Hinsichtlich der erwarteten allgemeinen wirtschaftlichen Entwicklung sind die Deutschen eher pessimistisch: 59 Prozent erwarten hier eine Verschlechterung. Besser wird die persönliche wirtschaftliche Entwicklung eingeschätzt: 24 Prozent (Vorjahr 22 Prozent) erwarten, dass sich ihre persönliche wirtschaftliche Situation in einem Jahr verbessert haben wird; 30 Prozent (Vorjahr 34 Prozent) befürchten eine Verschlechterung. Die restlichen 46 Prozent erwarten keine Veränderung.
Ob jemand 2026 tatsächlich eine Reise antritt, ist vor allem eine Frage des Könnens (Zeit und Geld?) und des Wollens (Urlaubslust?). Danach haben wir direkt gefragt: Die Urlaubslust ist mit 59 Prozent auf einem hohen Stand; das gilt auch für den Faktor Zeit (69 Prozent). Ebenfalls eine Mehrheit (60 Prozent) ist sich sicher, dass das Geld für Urlaub auch 2026 vorhanden ist.
Nach konkreten Reiseabsichten gefragt, planen bereits 67 Prozent der Bevölkerung eine oder mehrere Urlaubsreisen. Nur neun Prozent haben keinerlei Reiseabsicht. Gegenüber dem Vorjahr haben weniger Befragte konkrete Urlaubsreisepläne für 2026. Gewachsen ist die Zahl derjenigen, die hinsichtlich einer Urlaubsreise 2026 noch unsicher sind. (Quelle: RA 2026, Erhebung RA online 11/2025)
Langfristige Entwicklungen und Trends
Das Urlaubsgeschehen im Jahr 2025 oder 2026 ist eingebettet in eine langfristige Entwicklung vieler Faktoren und Determinanten, etwa die Struktur der Bevölkerung (Altersaufbau), die technologische Entwicklung oder die Einstellungen zu urlaubsrelevanten Themen. Die Zeitreihen der Daten aus der Reiseanalyse zeigen, dass der demographische Wandel fortschreitet, aber im Tourismus keine große Dramatik entwickeln wird.
Der Wandel in der Informationstechnologie beeinflusst vor allem Informationsstrategien und Buchungsprozesse, ohne dass jedoch Reisebüros oder Reiseveranstalter überflüssig werden. Gegenüber der Nutzung von künstlicher Intelligenz (KI) für Urlaubsreisen sind viele Urlauberinnen und Urlauber offen (48 Prozent positiv, 24 Prozent negativ).
Bei den Einstellungen fällt die starke Wertschätzung von Urlaubsreisen auf. Immer mehr Deutsche (2025: 22 Prozent, 2013: 13 Prozent) wollen es in den Ferien so richtig luxuriös und haben dafür eine hohe Ausgabebereitschaft. (Quelle: RA 2026, Erhebung RA online 9 und 11/2025)
Urlaubsreisen 2026: Gute Perspektive
Für 2026 sind die Vorzeichen in der Tourismusnachfrage insgesamt positiv. Beim Volumen der Reisen ist Stabilität auf hohem Niveau zu erwarten.
Das Verreisen ist den Deutschen eine liebgewonnene Gewohnheit. Aus dem gesellschaftlichen Umfeld gibt es langfristige Herausforderungen und auch Unsicherheiten wegen aktueller Krisen, die den Tourismus beeinflussen können. Auf der Nachfrageseite sind Zukunftssorgen aber nicht grundsätzlich ein Hindernis für Urlaubsreisen.
Es wird wieder deutlich, dass den Urlaubsreisenden viele verschiedene touristische Angebote zusagen. Sie sind kompetente Kunden, multi-optional, flexibel und neugierig: 48 Prozent planen, in diesem Jahr ein Ziel zu besuchen, in dem sie noch nicht gewesen sind. (Quelle: RA 2026, Erhebung RA online 11/2025)
Weitere Informationen, die Pressemeldung, das Video der Präsentation sowie die zugehörigen Folien zum Nachlesen sind zu finden unter: CMT – Reiseanalyse.