Corona-Virus

04.03.2021

1 min

333 Wörter

Reaktionen der Tourismusbranche zum Beschluss der Videoschaltkonferenz am 3. März 2021

Tobias Woitendorf, Geschäftsführer des Tourismusverbandes Mecklenburg-Vorpommern, Foto: TMV/Gohlke

Tobias Woitendorf, Geschäftsführer des Tourismusverbandes Mecklenburg-Vorpommern: "Es ist das schlechte Ergebnis geworden, das sich angedeutet hat: Tourismus am Ende der Nahrungskette und vollkommen im Ungefähren. Offenbar spiegelt sich darin die Bedeutung, die der Branche bundesweit beigemessen wird. Es gibt bereits jetzt jede Menge Unverständnis und Unmut im Land, die Beschlusslage ist nicht vermittelbar. Die norddeutschen Länder, zumindest Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein als touristische Zugpferde, sollten einen eigenen verantwortungsvollen Weg für sicheres Reisen gehen. Dazu gehören Stufen, Schutzstandards, Tests und digitale Nachverfolgung. Die entsprechenden Konzepte liegen vor und können sofort länderübergreifend abgestimmt werden. Auch das Robert-Koch-Institut schätzt das Infektionsrisiko aus der Hotellerie und ihren Anteil am Infektionsgeschehen in seiner jüngsten Strategie so niedrig ein wie für keinen anderen betrachteten Bereich. Es ist nicht nachvollziehbar, warum dies keine Beachtung gefunden hat."

Reinhard Meyer, Präsident des Deutschen Tourismusverbandes: Ergebnis ist enttäuschend und nicht akzeptabel.
"Die Ergebnisse sind für den Deutschlandtourismus sehr enttäuschend und nicht akzeptabel. Enttäuschend, weil durchdachte und ausgewogene Vorschläge seit langem auf dem Tisch liegen. Nicht akzeptabel, weil Öffnungsstrategien für den Tourismus entgegen allen Ankündigungen erneut verschoben wurden. Uns geht es gar nicht um eine sofortige Öffnung des Tourismus. Auch in der Branche herrscht Einsicht, dass eine Öffnung verantwortbar sein muss. Wenn aber statt einer Öffnungsstrategie wieder einmal nur eine Vertagung des Deutschlandtourismus auf der Tagesordnung steht, lässt das eine ganze Branche ratlos zurück. Der Tourismus braucht Planbarkeit und eine Perspektive. Die Unternehmen im Deutschlandtourismus stehen mit dem Rücken zur Wand. Es reicht nicht, alles auf den 22. März zu vertagen. Wir brauchen unverzüglich konkrete Vorschläge, unter welchen Bedingungen eine Öffnung für touristische Betriebe erfolgen kann. Einem ganzen Wirtschaftszweig droht die Luft auszugehen. Der Tourismus braucht die Strategie jetzt."
 

Tourismusverband Mecklenburg-Vorpommern

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