Tourismusstatistik MV | Dezember und Gesamtjahr 2025
05.03.2026
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Zusammenfassung des Tourismusjahres 2025 in Mecklenburg-Vorpommern auf Basis der Daten des Statistischen Amtes MV sowie von Destatis
Dezember 2025
418.000 Gästeankünfte (+7,4 Prozent zu 2024; +2,9 Prozent zu 2019)
1,43 Mio. Übernachtungen (+5,3 Prozent zu 2024; +2,6 Prozent zu 2019)
Der Dezember 2025 hat im Vergleich zu den Vorjahren ein Rekordergebnis hervorgebracht und liegt sowohl bei den Gästeankünften als auch bei den Übernachtungen über dem bisherigen Rekord-Dezember aus dem Jahr 2019.
Die Auslastung der angebotenen Schlafgelegenheiten lag in MV im Dezember bei 19,1 Prozent und damit deutlich unter dem Gesamtniveau in Deutschland aber über dem MV-Niveau des Vorjahres. (Deutschland gesamt im Dezember: 31,7 Prozent; MV im Dezember 2024: 18,7 Prozent).
Gesamtjahr 2025
Im Jahr 2025 wurden 8,18 Mio. Gästeankünfte (+1,7 Prozent zu 2024; -2,2 Prozent zu 2019) und 33,29 Mio. Übernachtungen (+1,2 Prozent zu 2024; -2,4 Prozent zu 2019) in Mecklenburg-Vorpommern gemeldet. Somit kann Mecklenburg-Vorpommern im Jahr 2025 auf Landesebene das zweitbeste Übernachtungsergebnis nach 2019 verbuchen (-828.000 Übernachtungen). Bei den Gästeankünften liegt das Niveau 2025 ebenfalls unter dem Niveau des Jahres 2019 (-184.000 Ankünfte).
In Deutschland insgesamt wurden 2025 rund 497,4 Mio. Übernachtungen (+0,3 Prozent zu 2024; +0,4 Prozent zu 2019) verbracht. In der Dynamik kann sich Mecklenburg-Vorpommern im Vergleich mit den anderen Bundesländern mit Blick auf 2019 im Jahr 2025 nur in der unteren Hälfte der Rangliste einordnen (Rang 11). Mit Blick auf das Jahr 2024 liegt MV in der Dynamik jedoch etwas besser auf Rang sieben im Bundesländerranking und über dem Deutschland-Schnitt.
Reiseregionen
Von den Reiseregionen stehen im Gesamtjahr 2025 bei fünf von sieben Regionen Übernachtungszuwächse zu Buche. Am deutlichsten stiegen die Übernachtungen an der Mecklenburgischen Ostseeküste (+2,8 Prozent) und in der Mecklenburgischen Schweiz/Seenplatte (+2,2 Prozent). Dann folgen Rügen/Hiddensee (+1,9 Prozent), Fischland-Darß-Zingst (+0,8 Prozent) und Westmecklenburg (+0,0 Prozent). Die Regionen Usedom (-1,3 Prozent) und Vorpommern (Festland, -2,5 Prozent) liegen bei den Übernachtungen etwas unter dem Vorjahresniveau. Im Dezember 2025 selbst verzeichneten bis auf Westmecklenburg (-4,7 Prozent), alle anderen Regionen teilweise deutliche Übernachtungszuwächse im Vergleich zum Vorjahresmonat.
Die Entwicklung in den sechs größten Städten in MV ist 2025 zweigeteilt. Während sich Wismar (+11,3 Prozent), Neubrandenburg (+7,0 Prozent), Rostock (+3,9 Prozent) und Schwerin (+3,6 Prozent) über überdurchschnittliche Übernachtungszuwächse freuen können, vermelden Stralsund (-2,5 Prozent) und Greifswald (-9,2 Prozent) deutlichere Übernachtungsrückgänge. In Greifswald ist dies nach dem Caspar-David-Friedrich-Jubiläum im vergangenen Jahr erwartbar gewesen. In den sechs größten Städten in MV wurden im Jahr 2025 12,1 Prozent aller Übernachtungen verbracht.
Unterkunftsarten
Im Jahr 2025 vermeldeten die Ferienwohnungen/-häuser (+4,8 Prozent), die Hotels Garnis (+3,8 Prozent), die Hotels (+1,7 Prozent) und die Vorsorge-/Rehakliniken (+1,4 Prozent) Übernachtungssteigerungen. Auf der anderen Seite verloren hingegen die Pensionen (-6,7 Prozent), die Gasthöfe (-6,1 Prozent) und die Erholungs-/Ferienheime (-4,3 Prozent) am deutlichsten im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.
Das Campingsegment vermeldet mit 1,23 Mio. Gästeankünften (-3,1 Prozent) und 5,39 Mio. Übernachtungen (-2,6 Prozent) ein Ergebnis, welches unter dem Vorjahreszeitraum liegt; gegenüber 2019 sind die Übernachtungen im Campingsegment jedoch um 6,3 Prozent gewachsen. Insbesondere die ersten vier Monate sowie der Dezember haben sich sowohl im Vergleich zum Vorjahr als auch im Vergleich zu 2019 stark entwickelt (+42 Prozent gegenüber 2019 für die ersten vier Monate 2025), was für eine stärkere Nachfrage nach Campingangeboten in den kalten Monaten spricht und für einen Ausbau eines entsprechenden Angebots. Die Rückgänge im bisherigen Jahresverlauf sind vor allem auf eine vergleichsweise schwache Entwicklung von Mai bis Juli zurückzuführen. In den Monaten Juni und Juli hat das wechselhafte Wetter mutmaßlich kurzfristige Buchungen verhindert. Die durch feiertagsbedingte Verschiebungen entstandenen Rückgänge im Mai konnten im Juni nicht wieder ausgeglichen werden. Auch die Herbst-Monate September bis November haben sich im Vergleich zum Vorjahr schwächer entwickelt.
Incoming-Tourismus
Im Incoming-Tourismus vermeldet Mecklenburg-Vorpommern 2025 rund 338.000 Gästeankünfte (-7,2 Prozent zu 2024; -13,9 Prozent zu 2019) und 965.000 Übernachtungen (-1,8 Prozent zu 2024; -12,5 Prozent zu 2019). Die Übernachtungszahlen im Januar, April, Juni, Juli und August sind gestiegen. Dieses Wachstum konnte die feiertagsbedingten Rückgänge aus dem März und Mai nur knapp wieder ausgleichen. Nachdem aber auch von September bis Dezember rückläufige Incoming-Übernachtungen gemeldet wurden, ist das Incoming-Segment in MV 2025 auch insgesamt im Minus. Im Incoming-Bereich hat sich die durchschnittliche Aufenthaltsdauer der internationalen Gäste im Jahr 2025 immerhin positiv entwickelt und stieg von 2,7 Nächten im Vorjahr auf 2,9 Nächte im Jahr 2025.
Von den wichtigsten Quellmärkten verbuchen die Schweiz (+0,4), Polen (+7,4 Prozent), Österreich (+6,1 Prozent) und die Tschechische Republik (+5,8 Prozent) Übernachtungszuwächse. Die Schweiz hat sich im Jahr 2025 zum wichtigsten Incoming-Quellmarkt für MV entwickelt, vor den Niederlanden (-7,5 Prozent) und Polen. Übernachtungsrückgänge vermelden weiterhin die skandinavischen Quellmärkte Dänemark (-3,8 Prozent) und Schweden (-7,1 Prozent).
Sowohl die Incoming-Hauptquellmärkte insgesamt (-0,6 Prozent) als auch die restlichen Quellmärkte in MV (-4,3 Prozent) verbuchen im Gesamtjahr Übernachtungsrückgänge. Generell entwickelt sich der Incoming-Markt 2025 sowohl in MV als auch in Deutschland insgesamt (-2,0 Prozent bei den Übernachtungen) rückläufig.
Kapazitäten
Im Juli 2025 waren in Mecklenburg-Vorpommern 2.743 Betriebe ab zehn Schlafgelegenheiten mit insgesamt 319.500 angebotenen Schlafgelegenheiten geöffnet. Seit dem Juli 2019 sind das knapp 580 Betriebe und 8.200 Schlafgelegenheiten weniger. Das bedeutet einen Rückgang von -17,4 Prozent bei den Betrieben und -2,5 Prozent bei den Schlafgelegenheiten. Gleichzeitig ist die durchschnittliche Betriebsgröße von 99 Schlafgelegenheiten je Betrieb auf 116 Schlafgelegenheiten je Betrieb gestiegen. Somit wird deutlich, dass besonders kleinere Betriebe vom Markt verschwinden. Die Rückgänge bei Betrieben und Schlafgelegenheiten betreffen besonders die Pensionen, Gasthöfe, Ferienwohnungen/-häuser und Jugendherbergen/-hütten. Teilweise sind mehr als ein Viertel der Kapazitäten in einzelnen Unterkunftskategorien seit 2019 verschwunden.
Kapazitätsausbau in Bezug auf die Schlafgelegenheiten gab es im Vergleich zu 2019 bei den Hotels (+1.200 Betten), bei den Hotels Garnis (+700 Betten), bei den Ferienzentren (+1.300 Betten), bei den Vorsorge- und Rehakliniken (+1.000 Betten) und bei den Campingplätzen (+2.700 Schlafgelegenheiten bzw. +683 Stellplätze).
Ausblick 2026
Es ist realistisch, dass die Gäste- und Übernachtungszahlen im Jahr 2026 erneut leicht anwachsen werden (+1,0 bis +2,0 Prozent), insbesondere wenn sich auch das Incoming-Segment wieder erholt. Das außergewöhnliche Winterwetter im Januar und Februar lässt auf gute Zahlen in den ersten beiden Monaten 2026 hoffen. Es bleibt jedoch abzuwarten, wie sich aktuelle Krisen (z. B. Krieg im Nahen Osten) auf das Reiseverhalten und die Preisentwicklung auswirken werden. Bis dato stehen die Vorzeichen für das Reisejahr 2026 gut und die Reiselust insbesondere der Deutschen ist weiterhin auf einem hohen Niveau.
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